Bad Bertrich. Wie schnell operiert werden muss hängt ganz von Befund und Situation ab. Die medizinischen Leitlinien der Deutschen Herniengesellschaft unterscheiden hier drei Kategorien.
1. Der Notfall: Sofortige Operation (innerhalb von 6 Stunden)
Wenn Darmgewebe eingeklemmt ist (Inkarzeration), zählt jede Minute. Eine Not-Operation ist sofort nötig bei:
Extremen, plötzlichen Schmerzen.
Einer harten Beule, die sich nicht mehr wegdrücken lässt.
Übelkeit, Erbrechen oder Fieber.
Zeitfenster: Innerhalb von etwa 6 Stunden muss operiert werden, um das Absterben von Darmteilen zu verhindern.
2. Dringlich: Innerhalb weniger Wochen
In diesen Fällen ist keine sofortige Lebensgefahr gegeben, aber ein zeitnaher Termin ratsam.
Dies gilt insbesondere für Schenkelhernien bei Frauen aufgrund des höheren Risikos für eine Einklemmung.
Auch bei zunehmenden Beschwerden, also wenn der Bruch im Alltag schmerzt oder schnell größer wird, wird eine zeitnahe Operation empfohlen.
3. Elektiv: Planbar (Wochen bis Monate)
Bei einem klassischen, unkomplizierten Leistenbruch hat man Zeit für die persönliche Planung.
Sie können den Termin z.B. so legen, dass er in Ihren beruflichen oder privaten Zeitplan passt (z. B. nach dem Urlaub).
Wichtig: „Ein Bruch heilt nie von selbst. Allein die Operation führt zu einer Heilung“, sagt Dr. med. Cem Atamer, Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Mosel-Eifel-Klinik Venenzentrum MVZ GmbH, Bad Bertrich.
Kontakt: Mosel-Eifel-Klinik Venenzentrum MVZ GmbH, Bäderstraße 1, 56864 Bad Bertrich, Telefon 02674 1366, www.mosel-eifel-klinik.de