Welche Untersuchungsmöglichkeiten gibt es bei Hernien (Brüchen)?

Bad Bertrich. In den meisten Fällen kann ein Arzt eine Hernie bereits durch ein Gespräch und einfaches Tasten diagnostizieren. „Je nach Art und Klarheit des Befundes kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz“, sagt Dr. med. Cem Atamer, Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Mosel-Eifel-Klinik Venenzentrum MVZ, Bad Bertrich.  

  1. Körperliche Untersuchung (Basis) 

Dies ist die wichtigste Methode. Der Arzt tastet dabei im Stehen und Liegen die betroffene Stelle. Durch Husten und Pressen „in den Bauch“ (Belastungstest) wird der Innendruck des Bauchraums erhöht und der Bruchinhalt tritt deutlicher hervor und wird tastbar. Bei Verdacht auf einen Leistenbruch kann der Arzt mit dem Finger vorsichtig in den Leistenkanal tasten, um die Bruchlücke direkt zu fühlen (Finger-Test).

  1. Ultraschall (Sonographie) 

Wenn der Tastbefund unklar ist, z. B. bei sehr kleinen Brüchen oder Übergewicht, ist der Ultraschall das Mittel der Wahl. Der Ultraschall hat den großen Vorteil, dass es sich um ein dynamisches Verfahren handelt und der Arzt kann auf dem Monitor live beobachten, wie sich das Gewebe bewegt, während Sie „in den Bauch“ pressen.

  • Zusatznutzen: Er hilft auch dabei, andere Ursachen wie geschwollene Lymphknoten oder Wasserbrüche auszuschließen. 
  1. Weitere bildgebende Verfahren (bei Spezialfällen)

Diese sind meist nur bei komplexen Fragestellungen oder inneren Hernien nötig:

  • MRT (Kernspintomographie): Wird oft bei Sportlern („Sportlerleiste“) eingesetzt, um feine Risse in der Bauchmuskulatur zu finden, die im Ultraschall nicht sichtbar sind.
  • CT (Computertomographie): Hilfreich bei sehr großen Narbenbrüchen oder im Notfall, um Komplikationen wie einen Darmverschluss schnell zu beurteilen.

 

Kontakt: Mosel-Eifel-Klinik Venenzentrum MVZ GmbH, Bäderstraße 1, 56864 Bad Bertrich, Telefon 02674 1366, www.mosel-eifel-klinik.de

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