Bad Bertrich. “Nach einer Hernien-Operation hängt der Wiedereinstieg in den Sport stark von der Operationsmethode, der Art der Hernie und der individuellen Heilungsfähigkeit ab”, sagt Dr. med. Cem Atamer, Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Mosel-Eifel-Klinik Venenzentrum MVZ GmbH, Bad Bertrich.
Ziel ist es, das Gewebe heilen zu lassen, ohne durch zu frühen Druck eine neue Bruchstelle zu riskieren. Bei der offenen Operationsmethode dauert der Prozess im Schnitt etwas länger, die minimalinvasiven Verfahren bieten dies bzgl. somit eindeutige Vorteile.
Hier ist eine allgemeine Zeitachse, die Sie unbedingt mit Ihrem behandelnden Chirurgen besprechen müssen:
Phase 1: Die ersten 1–2 Wochen (Schonung)
Erlaubt sind Spaziergänge und alle leichten Alltagsbewegungen.
- Tabu: Heben von Lasten über 5–10 kg (entspricht einer vollen Einkaufstüte), ruckartige Bewegungen, Bauchpresse, Sit-ups, Joggen.
Phase 2: 2–4 Wochen post-OP (Leichter Sport)
- Je nach Heilungsfortschritt und bei minimalinvasiver OP-Methode kann der Einstieg in leichtere Aktivitäten beginnen.
- Erlaubt sind nach ärztlicher Freigabe zum Beispiel:
- Ausdauer: Radfahren auf dem Heimtrainer, Schwimmen (wenn die Wunden verheilt sind), zügiges Gehen/Nordic Walking.
- Leichte Gymnastik: Sanfte Dehnübungen, gezielte Rückbildung.
- Tabu: Kontaktsportarten, Sportarten mit hohem Druckaufbau im Bauchraum (Tennis, Squash, Krafttraining mit Bauchpresse).
Phase 3: Ab 6 Wochen (Volle Belastung)
- Nach etwa sechs Wochen ist das eingesetzte Netz in der Regel fest eingewachsen und die Narbenstabilität ist ausreichend, um wieder vollwertig Sport zu treiben.
- Erlaubt: Langsamer Wiedereinstieg in das gewohnte Krafttraining, Kontaktsportarten, Kampfsport, Joggen im Freien.
- Sprechen Sie mit Ihrem Chirurgen über die genaue Art des Sports, den Sie betreiben möchten, um individuelle Freigaben zu erhalten.
Kontakt: Mosel-Eifel-Klinik Venenzentrum MVZ GmbH, Bäderstraße 1, 56864 Bad Bertrich, Telefon 02674 1366, www.mosel-eifel-klinik.de