Bad Bertrich. Da Hernien durch eine Schwachstelle im Gewebe und zu hohem Druck im Bauchraum entstehen, ist es möglich durch bestimmte Maßnahmen sein Risiko zu senken.
- Druck im Bauchraum reduzieren
- Richtig Heben: Gehen Sie in die Hocke und heben schwere Lasten mit geradem Rücken aus den Beinen, statt sich zu bücken. Atmen Sie beim Kraftakt aus (nicht die Luft anhalten!).
- Verstopfung vermeiden: Eine ballaststoffreiche Ernährung und viel Wasser verhindern starkes Pressen beim Stuhlgang – eine oft unterschätzte Ursache.
- Husten behandeln: Chronischer Husten (z. B. bei Rauchern) ist wie ein Dauerfeuer auf deine Bauchwand. Ein Rauchstopp ist hier die beste Prävention.
- Die „innere Rüstung“ stärken
- Gewicht managen: Jedes Kilo zu viel am Bauch dehnt die Bauchwand von innen und schwächt sie dauerhaft.
- Core-Training: Kräftigen Sie Ihre tiefe Bauchmuskulatur und den Beckenboden. Ein starkes Muskelkorsett stützt das Bindegewebe.
- Bindegewebe schützen: Rauchen verschlechtert die Durchblutung und den Kollagenaufbau. Wer aufhört, hält sein Gewebe elastisch.
- Speziell für Frauen
Nach einer Schwangerschaft ist gezielte Rückbildungsgymnastik essenziell, um die überdehnten Strukturen wieder zu festigen und Nabel- oder Schenkelbrüchen vorzubeugen.
„Mit diesen Maßnahmen ist es zwar möglich sein individuelles Risiko zu verringern, jedoch bilden sich Hernien niemals von selbst zurückbilden und die Operation die einzige Heilungsmöglichkeit“, sagt Dr. med. Cem Atamer, Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Mosel-Eifel-Klinik Venenzentrum MVZ, Bad Bertrich.
Kontakt: Mosel-Eifel-Klinik Venenzentrum MVZ GmbH, Bäderstraße 1, 56864 Bad Bertrich, Telefon 02674 1366, www.mosel-eifel-klinik.de